Solothurn-Zuchwil

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Routenplaner

Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr
Mittwoch 20.00 Uhr

Gemeinsam Gott erleben

25.06.2023

Am Sonntag, 25. Juni 2023, feierten die Landes- und Freikirchen Solothurn einen lebendigen und vielfältigen Gottesdienst, der Tradition und moderne Formen miteinander verband. Alle Interessierten waren herzlich eingeladen.

Unter Mitwirkung verschiedener Kirchenvertreter (auch der Neuapostolischen Kirche) erlebten zahlreiche Gläubige in der reformierten Stadtkirche Solothurn einen bewegenden Gottesdienst zum Thema „Umkehr“.

Umkehr ist auch eines der grossen Themen im Buch des Propheten Jona. In der hebräischen Sprache sagt man „schub“ für umkehren. Ewas, das nicht nur in unserem Kopf passiert, sondern bis in die Taten hineinreicht und sichtbare Auswirkungen hat.

Der Prophet Jona bekam von Gott den Auftrag, in den Norden aufzubrechen und in Ninive, der Hauptstadt des Assyrerreichs, deren Untergang anzukünden. Aber Jona wollte nicht. Er sträubte sich dagegen und ging stattdessen auf ein Schiff, das Kurs Richtung Südspanien nahm.

Gott entging dieses Verhalten von Jona nicht. Er liess einen grossen Sturm aufkommen, und Jona wurde über Bord geworfen. Gott liess ihn aber nicht ertrinken, sondern bestellte einen grossen Fisch, der «Schub» gab mit seinen Flossen, also umkehrte und ihn auf einen dreitägigen Tauchkurs mitnahm. Währenddessen kam Jona zur Besinnung.

Bei ihm persönlich gab es ebenso eine Umkehr. Doch diesmal war da nicht Jona am Rudern, sondern der Fisch hatte eine Richtungsänderung im Bauch eingeleitet. Später befahl Gott dem Fisch, Jona wieder auszuspucken.

Jetzt war Jona bereit und ging. Und dort in der grossen Stadt ertönte seine Stimme: Noch 40 Tage, dann ist Ninive völlig zerstört (Jona 3,5). Und das Wunder geschah, die Leute von Ninive hörten auf Jonas Botschaft. Selbst der König verordnete, dass alle von ihren bösen Wegen umkehren und aufhören sollen, Unrecht zu tun (Jona 3,9). Ihr Motiv war: Vielleicht tut es Gott dann leid und er lässt von seinem Zorn ab, sodass wir nicht umkommen. Für die Stadt Ninive wurde klar: Entweder wir kehren um, oder wir kommen um. Das Volk hatte Vertrauen zu Gott, dass Umkehr auch für sie möglich war.

Wie handelt Gott, wenn er ein reuiges Herz findet? In Vers 10 von Kapitel 3 steht: „Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie umkehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat’s nicht.“ Gott hat das Vertrauen der Bevölkerung von Ninive belohnt. Umkehr ist möglich, weil Gott auf Reue mit Gnade antwortet.

Musik und Gesang gestalteten den Gottesdienst mit. Sogar das Gebet „Unser Vater“ wurde für einmal nicht gesprochen, sondern von allen Anwesenden gesungen. Eine schöne und berührende Erfahrung ganz im Zeichen der Kirche Christi.